Vor 100 Jahren: Sozialdemokratische Novemberrevolution

 
 

Vor einhundert Jahren legten mit der „Novemberrevolution“ Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen die Grundlagen für einen demokratischen Sozialstaat.
Es war die SPD, die eisern daran festhielt, die parlamentarische Demokratie zu sichern, und das Ende der Monarchien zu betreiben.
Zu den Errungenschaften der sozialdemokratisch geprägten Politik der damaligen Zeit gehörten u. a. die Abschaffung der Zensur bzw. die Möglichkeit der freien Meinungsäußerung, die allgemeine Einführung des 8-Stundenarbeitstages und auch die Durchsetzung des allgemeinen Verhältniswahlrechts. Und nicht zuletzt soll erwähnt werden: Nach jahrzehntelangem politischem Kampf wurde das passive und das aktive Frauenwahlrecht ermöglicht, das bis heute die Grundlage für die Gleichberechtigung der Geschlechter steht.
Doch auch heute ist noch lange nicht alles zufriedenstellend geregelt. Wir Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen müssen auch weiterhin gemeinsam für nachhaltige Verbesserungen eintreten.
Mut soll dabei der selbstbewusste Blick auf unsere Parteigeschichte machen.
In diesem Zusammenhang soll auch auf ein konkretes Datum hingewiesen werden: Im November, genauer gesagt am 11. November 2018, wurde ein denkwürdiger Jahrestag begangen: Am 11. November 1918 trat nach vier Jahren erbitterter, mörderischer, unmenschlicher Kämpfe ein Waffenstillstand zwischen den Kriegsparteien in Kraft.
Der Erste Weltkrieg, dem mehr als acht Millionen Menschen zum Opfer gefallen waren, war beendet. Auf diesen Tag hatten Millionen von Menschen lange gewartet:
Die Oberste Heeresleitung hatte Ende September 1918 angesichts der alliierten Übermacht von der Reichsregierung den Abschluss eines Waffenstillstands verlangt.
Der deutsche Abgesandte Matthias Erzberger und der französische Marschall Ferdinand Foch unterzeichnete die Waffenstillstandsbedingungen zur Beendigung des ersten Weltkriegs: In den siegreichen Staaten gab es spontane Freudenfeiern. Der 11. November wurde in den „Siegerländern“ zu einem nationalen Feiertag.
Die einhundertste Wiederkehr des Kriegsendes und des Bemühens nach 1918, eine umfassende Friedensordnung herzustellen, ist der geeignete Zeitpunkt, über Grenzen hinweg ein deutliches Zeichen zu setzen für Menschenrechte und Meinungsfreiheit, für Rechtstaatlichkeit und Einhaltung des Völkerrechtes.

 
 
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